Referenz Klinikum Freising Wie das Klinikum sich seinen Patienten im WWW zeitgemäß und modern präsentiert

Auf der neuen Website sollten wir das 6 Jahre alte Corporate Design zeitgemäß umsetzen. Davor stand eine ausführliche Analyse des Status Quo und darauf aufbauend ein detailliertes Konzept zu allen Aspekten des neuen Internetauftritts. Die Umsetzung des Projekts verlief aufgrund der guten Vorplanung reibungslos, im Zeitplan und im Rahmen des Budgets.

Das bestehende Corporate Design des Klinikums haben wir für das heutige Web weitergedacht und ein farbenfrohes, modernes und großzügiges Responsive Design entwickelt.

Sämtliche Inhalte wurden in gemeinsamer Arbeit strukturiert, optimiert und in eine gut gegliederte Form gebracht. Im Zuge des Content-Transfers zeigten sich schnell die Vorteile des Wechsels auf ein robustes Redaktions­system: Jeder Mitarbeiter kommt damit nach kurzer Einweisung zurecht, auch wenn er es mehrere Wochen nicht genutzt hat.

Eine technische Anbindung an klinik-interne Systeme besteht nicht, es handelt sich um einen klassischen Image-Auftritt. Lediglich Kontakt­formulare und die Möglichkeit, Kurse in der Eltern­schule zu buchen, bieten neben aktuellen Meldungen und Veran­staltungs­hinweisen etwas Funktionalität.

Website: www.klinikum-freising.de

Launch-Datum: März 2018

Die Ausgangs­situation Was vor der Beauftragung der Internetagentur geschah...

Die bisherige Klinikums-Website war 2012 online gegangen, also zu Projektbeginn über 6 Jahre alt. Sie basierte auf Typo3, war nicht für die Darstellung auf Mobilgeräten optimiert und umfasste 240 Einzelseiten. Das Design war für deutlich kleinere Bildschirme ausgelegt, als sie aktuell üblich sind und wirkte nach heutigem Maßstäben sehr kleinteilig, die Benutzerführung war nicht immer verständlich. Durch in der Vergangenheit erfolgte inhaltliche Änderungen waren die Seiten der Fachabteilungen nicht mehr konsistent, für normale Patienten teils nicht mehr verständlich und wohl auch nicht up-to-date. 

Sprich: Die Website entsprach gestalterisch, inhaltlich und technisch nicht mehr den Erwartungen der Zielgruppen. Insbesondere das fehlende Responsive Design wurde vom Auftraggeber als Manko betrachtet – später stellte sich heraus, dass zuletzt ziemlich genau die Hälfte aller Nutzer mit Mobilgeräten auf die Website zugriff.

Das Briefing des Klinikums

Bestehendes Corporate Design beibehalten

Das Corporate Design der Klinik, das sich nicht nur in Print und Web, sondern auch in Beschilderung und Gesamtkonzept wiederfindet, wurde von der Münchner Agentur edi- undsepp entwickelt und sollte weiterhin Bestand haben.

Die Defizite in der Struktur der Website, im Layout sowie in Benutzerführung und Usability sollten im Zuge des Relaunchs überarbeitet und nach neusten Gesichtspunkten umgesetzt werden.

Umfangreiche Inhalte überarbeiten und übertragen

Die 240 Seiten Inhalt sollten in Abstimmung von Klinikum und Agentur überarbeitet und in den neuen Auftritt übertragen werden. Die genaue Aufgabenverteilung zwischen beiden Partnern war zu Projektbeginn nicht festgelegt.

In einer Version 2.0 nach Relaunch soll die Website zweisprachig umgesetzt werden. Neben dem deutschsprachigen Auftritt soll ein englischsprachiger Auftritt realisiert werden – gegebenenfalls in reduziertem Umfang.

Bild- und Fotomaterial sichten und erstellen

Fotomaterial ist zum Teil vorhanden. In der Zeit bis zum Relaunch sollten seitens des Klinikums weitere Fotos vom Gebäude innen und außen, sowie sukzessive in allen Abteilungen gemacht. Auch sämtliche Mitarbeiter sollen fotografiert werden, um den persönlichen Bezug zu den Patienten zu stärken. Diese stehen dann auch für die neue Website zur Verfügung. Die Babywelt mit den Fotogalerien ist ein wichtiger Image-Faktor für Ihr Klinikum. Sie sollte auf der neuen Website  prominenter als bisher dargestellt werden.

Keine weitergehenden Funktionen programmieren

Der Auftritt des Klinikums ist ein Image-Auftritt und verfügt über keinerlei Anbindung zu internen Systemen und Funktionen des Klinikums. Gefordert ist lediglich eine Darstellung aktueller Meldungen, Veranstaltungen und Presseartikel.

Solide Technik einsetzen

Als Redaktionssystem (CMS) wurde bis dato Typo3 eingesetzt. Die Bedienung fällt den mit der Pflege der Website betrauten Mitarbeitern zum Teil schwer, insbesondere unerfahrenen Redakteure. Für den Relaunch gab es keine Vorgaben, gegebenenfalls könnte auf ein anderes CMS gewechselt werden.

Barrierefreiheit ist ein wichtiges Thema. Wenn auch das Klinikum keine zur barrierefreien Darstellung verpflichtete Behörde ist, soll die Website nach barrierefreien Gesichtspunkten umgesetzt werden – jedoch nicht zwingend bis ins allerletzte Detail.

Webhosting selbst beauftragen

Nach bisherigen Erfahrungen sollte das Klinikum selbst Vertragspartner eines renommierten Providers werden. So sollte gewährleistet werden, dass es jederzeit ohne Umwege über Agenturen oder Reseller vollen Zugriff auf sein Webhosting und seine Verträge hat.

Wenig Bedarf an Online-Marketing, aber Suchmaschinenpositionen halten

In den Suchmaschinen durfte die Website beim Relaunch keine Verluste in den Rankings erleiden. Daher mussten sämtliche Best Practices der Suchmaschinenoptimierung (SEO) bei der Neuentwicklung der Website berücksichtigt werden.

Social Media und Reputation Management wird vom Klinikum mit Zurückhaltung gesehen und ein hoher Zeitaufwand für die Betreuung befürchtet. Daher sollen die sozialen Kanäle vorerst nicht aktiv betreut werden.

Lösungsansatz der Internetagentur Aysberg Eine vorausgehende Analyse des Status Quo war Basis für den Relaunch

Bei einem Projekt dieser Größenordnung führen wir immer eine vorausgehende Bestandsaufnahme und Analyse durch und erstellen ein ausführliches Feinkonzept. Beides wurde von uns separat vom eigentlichen Projekt angeboten, um erst im Anschluss – basierend auf den Erkenntnissen – ein konkretes Angebot für den Relaunch zu liefern.

Mit dem verantwortlichen Mitarbeiter wurden nach Präsentation unserer Analyse zwei Workshops abgehalten. Das Ergebnis war ein ausgearbeitetes Feinkonzept zu Webdesign, Inhalten, Funktionalität und Technik. Auf dieser Basis konnte der eigentliche Relaunch der Website effizienter, schneller und auf einem höheren Niveau durchgeführt werden.

Hier das Management Summary der Analyse

  • Viereinhalb Jahre Datenbasis: Google Analytics erfasst seit viereinhalb Jahren die Zugriffe aller Nutzer auf die Klinik-Website. Die Analyse der Daten birgt keine Überraschungen, hilft aber bei der Planung des Relaunchs: Wer nutzt die Website auf welche Weise?
  • Zugriffszahlen: Die Zahl der Besuche liegt bei ca. 290 pro Tag. Die durchschnittliche Sitzungsdauer liegt bei cirka 2:40 Minuten. Pro Besuch werden etwa 4 Seiten angesehen. Diese Zahlen können wir nicht als „gut“ oder „schlecht“ bewerten.
  • Mobile Website: Etwa die Hälfte aller Zugriffe erfolgt über klassische Desktop-PCs, die andere Hälfte über Tablets und Smartphones. Der Bedarf an einer für Mobilgeräte optimierten Website ist also groß!
  • Suchanfragen: 78 % der Nutzer gelangen über Suchmaschinen auf die Website. Die Hälfte hat dabei ganz allgemein nach „Krankenhaus Freising“ oder ähnlich gesucht. Andere Suchanfragen beziehen sich auf die Fachrichtungen/Abteilungen, wie auch auf Babygalerie und die Geburtshilfe.
  • Nutzer: Konkrete Nutzergruppen (Patienten, zuweisende Ärzte, Verwaltung) lassen sich aus den Zahlen nicht herausfiltern.

Ausarbeiten eines Feinkonzepts

Für den eigentlichen Relaunch haben wir ein ausführliches Konzept erstellt, das zu Webdesign, Inhalten, Funktionalität und Technik alles abdeckt. Hier zwei Aspekte aus der Planung. 

Festlegung der Ziele und Zielgruppen

Die Website eines Krankenhauses ist virtuelle Visitenkarte und erste Anlaufstelle für Patienten, Ärzte und viele weitere Nutzergruppen. Der Besuch des Internetauftritts kann entscheiden, ob ein Patient dem einen oder dem anderen Haus das Vertrauen für seine Behandlung schenkt. Wichtig für den ersten positiven Eindruck sind das Design der Website, eine logische Struktur und die schlüssige Bedienbarkeit auf mobilen Geräten. Letztendlich entscheidend sind jedoch seriöse medizinische Informationen und organisatorische Hinweise für Patienten. 

Neben den Patienten müssen auch andere Zielgruppen müssen mit relevanten Informationen versorgt werden. Im Feinkonzept haben wir folgende Zielgruppen ausgemacht:

  1. Patienten, Angehörige und Besucher stellen den größten und wichtigsten Anteil der Nutzer
  2. Ärzte und medizinisches Personal können Ärzte am Klinikum selbst sein, externe Ärzte und Beleger
  3. Bestehende Mitarbeiter und Stellensuchende informieren sich über ihren Arbeitgeber
  4. Die angegliederte Berufsfachschule für Krankenpflege hat Schüler, Dozenten und Auszubildende
  5. Lieferanten, ambulante Dienste und weitere Geschäftspartner und Firmen im Netzwerk
  6. Assoziierte Kliniken (Rechts der Isar) und Partner (Technische Universität München)
  7. Nachbarn des Klinikums, Bürger der Stadt Freising, Organe und Vertreter der Stadt Freising
  8. Des Weiteren Behörden, Krankenkassen, Kostenträger, lokale Politiker

Aufgrund der unterschiedlichen Nutzer-Intentionen ist es wichtig, Nutzer jeder Zielgruppe auf der Startseite richtig „abzuholen“ und an die für sie relevanten Stellen zu führen. Dort müssen sie mit konkreten, aktuellen und nützlichen Informationen versorgt werden. Über all dem steht der Anspruch, ein positives Image des Klinikums aufzubauen und zu pflegen.

Erarbeiten der neuen Struktur und Navigation

Wir haben uns in der Konzeptphase drei andere Kliniken angeschaut – allesamt Gewinner des Wettbewerbs „Beste Klinik-Website 2016“. Wir haben deren Site-Architektur und Navigationsansatz analysiert, durch eigende Ideen ergänzt und die Struktur mit dem Klinikum Freising ausgearbeitet. Nach Berücksichtigung der individuellen Anforderungen ergab sich die jetzige Aufteilung in Hauptnavigation mit einer weiteren Navigationsebene. Die Hauptnavigation: Startseite, für Patienten, Fachbereiche, Über uns, Aktuelles sowie Kontakt.